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Leinenführigkeit – Die ersten Schritte mit deinem Welpen

von | Sep. 26, 2026 | Probleme & Lösungansätze

Lesedauer: 4 Minuten

Dein kleiner Welpe ist eingezogen und die ersten Tage lief es richtig gut. Er war verschmust und verspielt. Auf den ersten runden hat er vorsichtig die Welt erkundet und gar nicht an der Leine gezogen. 

Und dann, von einem auf den anderen Tag, zieht er plötzlich wie ein Schlittenhund an der Leine. Rennt wild von links nach rechts und wieder zurück. du scheinst vollkommen abgemeldet zu sein.

So hattest du dir das nicht vorgestellt. 

Warum zieht der denn nun?

Je sicherer dein Hund sich in seiner Umwelt fühlt, desto mehr erkundet er sie auch. Und eure Umgebung hält unheimlich viele Ablenkungen für deinen kleinen Fellfreund parat. Er hat noch nicht gelernt, wie er mit seiner Aufmerksamkeit an einer Stelle, also z.B. bei dir bleibt. Es ist alles aufregend. Hier flattert ein Blatt vorbei, dem man hinterher springen könnte. Da vorne riecht es unheimlich spannend, da muss man unbedingt ganz schnell hin.

Und schwups ist das Herrchen oder Frauchen am anderen Ende der Leine zwar noch da, aber nicht mehr der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Und mit der Pubertät wird das alles noch ein bisschen schlimmer. 

Damit dir das mit deinem Welpen nicht passiert, gibt’s nun einige Trainingstipps von mir für dich. 

In Kontakt bleiben

Der erste Trainingstipp hört sich ziemlich simpel an: Bleib aufmerksam deinem Hund gegenüber. Und erwiedere seine Kontaktaufnhmen, wie z.B. kurze Blicke zu dir.

In der Umsetzung wirst du dich an dieser Stelle wahrscheinlich hier und da ertappen, dass deine Gedanken abschweifen, du nicht darauf achtest, ob er guckt oder du auf dein Handy schaust. Und so geht’s deinem Hund auch.

Darum ist es an dieser Stelle um so wichtiger, dass du jede Kontaktaufnahme deines Hundes draußen auch beantwortest. Auch, wenn du dich ärgerst, dass dein Hund total abgelenkt ist. Freu dich um so mehr, dass dein Hund es schafft, sich trotzdem wieder dir zuzuwenden. Sicher fragst du dich nun, wie du das denn „beantworten“ sollst.

Ganz einfach: Schau deinen Hund freundlich an. Sprich ihn freundlich an. Vielleicht gibst du ihm auch mal einen Keks, aber das ist kein Muss. Dein Hund muss einfach merken „Die/Der ist da. Wir sind zusammen unterwegs.“

Mit der gegenseitigen Aufmerksamkeit steht und fällt die Leinenführigkeit. 

Leinenfuehrigkeit Hundetraining Elmshorn Itzehoe Wilster

Du musst nicht überall hin

Der Welpe zieht nach links und der Halter läuft schnell hinterher, damit sich die Leine nicht spannt. Dann geht’s querbeet halb unters Gebüsch und Herrchen gibt sich alle Mühe, weiter hinterher zu kommen. 

Eine Szene, die ich immer wieder sehe. Bei der ich immer wieder schmunzeln muss. Ich kann den Gedanken „Er soll halt alles erkunden dürfen“ sehr gut nachvollziehen. Doch greift dieser Gedanke ein bisschen zu kurz. Es sollte besser heißen „Er darf vieles mit mir zusammen erkunden“.

Warum mir dieser Unterschied so wichtig ist? In dieser Variante übernehmen wir als Hundehalter*innen wieder eine aktive Rolle. Denn wir dürfen und sollten mitgestalten, wie und was unser Hund erkundet. Damit legen wir auch den nächsten Stein für die Leinenführigkeit. Dein Hund lernt dadurch nach und nach sich ein wenig zurück zu nehmen und nicht blindlinks auf irgendwelche Dinge zuzulaufen. 

Du darfst festlegen, wo ihr entlang geht und dass du z.B. immer auf einem befestigen Weg gehen oder stehen möchtest. Die Leine ist lang genug, dass dein Hund den Grünstreifen erschnuppern kann. Dein Hund zieht weiter rein ins Gebüsch? Dann bleib einfach stehen und geh nicht weiter hinterher. Dein Hund wird nach und nach merken, dass er so nicht weiter kommt. 

Eine weitere, einfache Übung startet bei dir im Garten oder an einem ruhigen Wegstück. Dein Hund sollte dich anschauen und dann geht er gemeinsam los. Nach ein paar Schritten spricht du deinen Hund mit sienem Namen an und drehst auf dem Absatz mit ihm um. Gehst wieder ein paar Schritte und drehst wieder um. So lernt dein Hund aufmerksam bei dir zu sein und auf dich und wohin du gehst zu achten. 

Bei dieser Übung ist es aber wichtig, dass die Umgebung nicht zu aufregend für deinen Hund ist, damit er überhaupt eine faire Chance hat lernen zu können. 

Im nächsten Teil schauen wir uns dann die häufigsten Fehler an, warum es mit der Leinenführigkeit nicht klappt. 

Du hast noch Fragen oder benötigst Hilfestellung beim Training?

Dann schau dir gerne unsere Trainingsangebote an.

Nina

Leinenfuehrigkeit Hundetraining Elmshorn Itzehoe Wilster

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