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Wie du die passende Hundeschule findest

von | Mai 20, 2026 | Entspannter Alltag mit Hund

Lesedauer: 9 Minuten
Mit tappsigen Schritten purzelt der Welpe in unser Leben und mit ihm 1000 Fragen.
Eine der ersten, die wir uns stellen ist wohl „Sollte ich mit ihm in eine Hundeschule gehen? Und wie erkennen ich überhaupt eine gute Hundeschule?“
 
In diesem Blogbeitrag erkläre ich dir, wann eine Hundeschule für dich und deinen Hund von Vorteil sein kann. Und wie du eine passende Hundeschule für euch findest. 
 
Dieser Artikel wurde im Mai 2025 von mir aktualisiert und neu veröffentlicht.

Gute Gründe für eine Welpenschule und den Junghundekurs

Welpen und Junghunde, aber auch ältere Tiere aus dem Tierschutz müssen ganz schön viel kennen lernen. Menschen, Autos, Busse und Co. unsere städtische Umwelt, die Wälder und vieles andere. Das wichtigste dabei ist, dass dein Hund die Chance bekommt all das möglichst entspannt und mit Spaß zu erkunden. 

Gerade für Erst-Hunde-Halter*innen ist es manchmal schwer die Körpersprache und Signale, die uns der Hund zeigt richtig zu deuten. Es lässt sich schwer erkennen, ob der Welpen noch entspannt oder schon zu gestresst ist. Ein passende Welpen- oder Junghundegruppe in einer Hundeschule kann eine sehr große Hilfe für euch beide sein. Und auch für ältere Hunde und ihre neuen Halter*innen sind Trainingsgruppen in Hundeschulen eine Bereicherung. Häufig bieten solche Gruppen, wenn sie gut geführt sind, eine tolle Möglichkeit für deinen kleinen Freund andere Hunde kennen und mit ihnen gut kommunizieren zu lernen. 

Ab wann, wie lange und wie oft?

Reine Welpenkurse starten meist ab der 8. Lebenswoche, also direkt nachdem du deinen Welpen abgeholt hast. Die meisten Kurse findet ein Mal wöchentlich statt und Dauern rund eine Stunde. Je nach Struktur des Welpenkurses kann es ein fortlaufender Kurs sein, der direkt in die Junghundegruppe übergeht oder er ist zeitlich auf eine bestimmte Wochenzahl begrenzt. Das kommt ganz auf die Hundeschule an.

Je nach Rasse, Größe und Charakter deines Welpen und der Organisation der Welpengruppe kann es auch sein, dass ihr relativ schnell in die Junghundegruppe wechselt. Dort findet man sich meistens ab der 16. bis 18. Lebenswoche.

Einige Hundeschulen trennen in den Gruppen auch nach größeren und kleineren Hunderassen. Dies geschieht meist, um den Welpen das Spielen zu ermöglichen ohne sie einer zu großen Verletzungsgefahr auszusetzen, wenn alle Hunde gleichzeitig spielen dürfen

In meinen Gruppenkursen für Welpen  und Junghunde gibt es diese Trennung nicht. Ich kann den Sicherheitsgedanken absolut nachvollziehen, trotzdem bin ich gegen eine Unterteilung nach Größe. Den Hunden wird so, aus meiner Sicht, die Möglichkeit genommen von klein auf an auch mit Hunden unterschiedlichster Körpergrößen konfrontiert zu werden und die Kommunikation mit ihnen zu lernen.
Wer kennt nicht den verängstigten Dackel, der alle großen Hunde wild anbellt oder den Schäferhund, der in allen Zwergpudeln seine nächste Beute sieht?
Vielen dieser Missverständnisse lässt sich mit einer gut moderierten Welpengruppe, in der Hunde aller Größen vertreten sind, vorbeugen. Und für das gemeinsame Spiel kann man die Hunde immer noch der Größe entsprechend trennen.

Mit der Pubertät geht die Erziehung erst richtig los

Mit 4 bis 5 Monaten startet in vielen Hundeschulen ein neuer Kurs für Junghunde.

In meiner Hundeschule bleibt der Welpenkurs für diesen Übergang zusammen und die Gruppe läuft fortlaufend weiter. So könnt ihr nahtlos an das bereits gelernte anknüpfen. Und die Aufregung in einem neuen Kurs neue Hunde kennen zu lernen macht euch das Leben nicht noch schwerer als es die Pubertät eh schon macht.

Ihr und eure Welpen habt gut trainiert, die Grundkommandos klappen und man bekommt ein bisschen das Gefühl, man könne sich ausruhen. Doch das ist weit gefehlt. Mit der Pubertät beginnt für uns die anstrengendere Zeit in der Hundeerziehung. Und die ist auch für unsere Hunde manchmal echt anstrengend. Die Kleinen fangen an ihre Grenzen auszutesten, wollen wissen, ob wir wirklich zu unseren Regeln stehen oder doch nicht so ganz.

Es ist unglaublich hilfreich, wenn man in einer guten Hundeschule alle Fragen und Sorgen loswerden kann. Zudem ist es auch erleichternd, mit zu bekommen, dass man mit diesen Fragen eben nicht alleine ist und es vielen so geht.

Hund Pubertät Hundetraining Itzehoe Elmshorn

Muss mein Welpe vollständig geimpft sein für die Welpenschule?

In diesem Punkt kann ich nur für meine Hundeschule sprechen – manchmal bekommen Hundeschulen in diesem Punkt auch strenge Vorgabe durch Veterinärämter, an die sie sich halten müssen.

Bei mir kannst du mit deinem Welpen in den Kurs starten, auch wenn dein Welpe noch nicht alle Impfungen der Grundimmunisierung erhalten hat. Die vollständige Grundimmunisierung ist erst mit 16 Wochen abgeschlossen und das wäre schon ein sehr später Start ins Welpentraining.

Auch wenn ohne vollständigen Impfschutz ein Infektionsrisiko besteht ist, dieses bei gesunden Welpen meist eher gering. Dazu kommt, dass alle anderen Hunde in meinen Gruppen ebenfalls vollständig geimpft sind. Da ist das Risiko, dass sich dein Welpe auf den Gassirunden etwas „einfängt“ deutlich größer. Zudem ist es für deinen Welpen wichtig früh andere Hunde, unterschiedliche Umgebungen und Menschen kennen zu lernen. Und das können die meisten Welpen ein bisschen entspannter in einer kleinen Gruppe mit anderen Hunden. 

In meinen Gruppenkursen tummeln sich maximal 6 Hunde in jeder Trainingsgruppe, sodass es für die Welpen auch nicht zu viele Hunde sind, mit denen sie sich treffen. 

Wie du eine gute Hundeschule findest

Grundsätzliches zum/zur Hundetrainer*in

Das Wichtigste vorweg: Die Chemie zwischen dir und dem/der Trainer*in sollte stimmen und du ein gutes Bauchgefühl haben. Du musst ihn/sie nicht lieben, aber man sollte schon auf einer Wellenlänge liege, um eine gute Trainingsatmosphäre zu schaffen, in der Lernen Spaß macht.

Eine gute Hundeschule erkennst du, aus meiner Sicht, daran, dass es, bevor du überhaupt mit einem Kurs anfängst, ein Vorgespräch gibt. In diesem Termin können du und dein Hund den/die Trainer*in kennen lernen und umgekehrt bekommt auch der/die Trainer*in ein Gefühl für euch und kann einschätzen, in welche Gruppe ihr am besten passt.

Um die passende Hundeschule für euch zu finden, solltest du dir vorab auch Gedanken machen, wie du deinen Hund erziehen möchtest. Vielleicht hast du schon mitbekommen, dass es sehr viele unterschiedliche Trainingsstile – von sehr streng bis zu sehr soft und vorsichtig – gibt. Überlege dir, hinter welchem dieser Trainingsvarianten du zu 100% stehen kannst und schaue dann nach passenden Trainer*innen.

In meiner Hundeschule gibt es weder das eine noch das andere Extrem. Aus meiner Sicht ist  jeder Trainingsstil der zu sehr in das eine oder andere Extrem kippt nicht geeignet, um dich und deinen Hund gut durch alle Lebenslagen bringen zu können. Diese Extreme kommen irgendwann immer an ihre Grenzen. Mir ist es wichtig dir den für dich und deinen Hund passenden Weg zu zeigen – auch in meinen Gruppenkursen erkläre ich daher unterschiedliche Übungen auf unterschiedliche Arten, damit für alle das passende dabei ist. 

Natürlich ersetzt das keine 1:1 Betreuung – die du dir jederzeit bei mir zusätzlich zum Kurs buchen kannst – und es kann auch mal vorkommen, das ein Mensch-Hund-Team in einer Stunde mal etwas mehr Aufmerksamkeit benötigt und bekommt. Grundsätzlich gebe ich mir Mühe, allen Mensch-Hund-Teams die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. 

Welche Themen sollten im Kurs bei Welpen und Junghunden unbedingt angesprochen werden?

Es sollte in den Trainingsstunden unbedingt Platz für die Fragen der Mensch-Hunde-Teams geben. Es hilft ja niemandem, wenn der/die Trainer*in das nur geplante Programm durchzieht und alle deine aktuellen Fragen unbeantwortet bleiben.

Weitere wichtige Themen sind

  Lernverhalten: Wie und wann können Hunde lernen und wann nicht?

 Körpersprache der Hunde lesen und verstehen lernen

 Vertrauen und Sicherheit aufbauen und vertiefen

Möglichkeiten für den Hund mit anderen Hunden zu kommunizieren und Erklärungen dazu, was gute Kommunikation ausmacht

 Umgang mit dem Hund in Alltagssituationen: Wie kannst du deinen Hund lenken und ihm zeigen, was du gerade von ihm erwartest

Läufigkeit der Hündin

Dinge, bei denen du und dein Hund schnell eine andere Hundeschule suchen solltet

Hier sind die meine absoluten No-Go’s, die in einer guten Hundeschule nicht passieren sollten:

 Einsatz von Strafreizen, um ein Verhalten zu erzwingen. Dazu zählen zum Beispiel Ziehen am Fell, damit der Hund einen anschaut; heftiges Rucken und Reißen an der Leine, damit Ziehen an der Leine unterbleibt; Schläge, etc.

 Einsatz von tierschutzwidrigen Hilfsmitteln, die Hunden Schmerzen verursachen: Teletakt (Elektro-Schock-Halsband), Endloswürger, Stachelhalsband, etc.

  Das Spiel der Hunde wird nicht überwacht und reguliert: Alle Hunde brettern wild aufeinander zu, Mobbing wird nicht unterbunden und den Opfern der Attacken wird weder Schutz noch Hilfe geboten

 Tierschutzwidriges Verhalten der Teilnehmenden, z.B. Schlagen des Hundes, wird durch den/die Trainer*in geduldet

Es werden Dinge von den Hunden verlangt, die sie aufgrund ihres Trainingsstandes, Alters oder ihrer körperlichen Voraussetzungen nicht umsetzen können.

 Auf die Bedürfnisse der Mensch-Hunde-Teams wird nicht eingegangen.

Du bist an unseren Kursen interessiert? Dann schau dich gerne bei uns um: 

Unsere Kurse für dich

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