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Hunde-Zubehör: Alle Tipps & Tricks, um das passende für deinen Hund zu finden

von | Sep 18, 2022 | Allgemein, Hund

Lesedauer: 9 Minuten
Die Bandbreite an Hunde-Zubehör wächst täglich, den kompletten Überblick zu behalten ist kaum möglich.
Das passende Equipment für den eigenen Hund zu finden kann einem da schon mal die Haare zu Berge stehen lassen. Damit es dir nicht so ergeht, habe ich hier einen kleinen Leitfaden, wie du das beste für dich und deinen Hund findest.
 
Hunde Zubehoer  Equipment

Hundeleine

Hundeleinen gibt es in einer schier endlosen Zahl unterschiedlichster Farben, Längen und Materialien.

Bei der Auswahl der richtigen Hundeleinen für euch -ja, ich habe mit Absicht die Mehrzahl gewählt – gibt es nur wenige Dinge zu beachten.

Es bietet sich an unterschiedliche Leinen zu haben, die jeweils an ihren Einsatzzweck angepasst sind.

Zum Beispiel eine 3m Leine für die entspannten Spaziergänge, eine etwas kürzere wenn dein Hund dich mal mit in die Stadt zum Einkaufen oder ins Café begleiten kann. Und eventuell weitere für die Hobbies deines Hundes.

Oder auch eine Stoffleine für die trockenen Tage und eine gummierte Leine, die sich nicht so schnell mit Regenwasser vollsaugt, für die regnerischen Tage, wenn du nur ungerne eine nasse Leine in der hand halten möchtest.

Farbe

Bei der Farbe gibt’s keine richtig oder falsch. Was dir gefällt ist perfekt!

Ich finde Leinen, in denen reflektierende Elemente verwoben sind besonders toll. So wird man auch im Dunkeln gut gesehen.

Länge, Dicke, Karabiner

Die Länge und Form  ist in der Regel Geschmackssache. Die normalen Führleinen sind meist zwischen 1,5 und 2,5 oder 3m lang. Es gibt flache, runde, halbflache, dünnere und dickere Leinen. Hier solltest du unbedingt ausprobieren, mit welcher Leine du am liebsten hantierst.

Je nach Bundesland und geltender Hunde-Verordnung kann für einige Hunderassen eine maximale Leinenlänge vorgeschrieben sein.

Bei der Auswahl der Länge und Dicke solltest du das Gewicht deines Hundes im Blick haben. Sehr lange Leinen wiegen natürlich mehr als kürzere. Hast du einen kleineren Hund, sollte die Leine auch entsprechend kürzer bzw. dünner sein, damit das Gewicht nicht zu schwer für deinen kleinen Hund wird.

Für einen 40kg schweren Hund sollte die Leine hingegen schon etwas rubuster, also dicker sein, damit sie auch hält, sollte der Hund mal in die Leine springen – auch wenn wir das eigentlich immer vermeiden wollen.

Leinen ab 5m werden als Schleppleinen bezeichnet und häufig für das Rückruf-Training oder Auslastungen wie Mantrailing genutzt. Je länger die Leine ist, desto schwerer wird das Handling. Bei Schleppleinen sollten Handschuhe nicht fehlen, damit man sich keine Verletzungen an den Händen zuzieht.

In Sachen Karabiner & Co. gilt ebenfalls: Sie sollten zum Hund passen. Für kleinere, leichtere Hunde dürfen auch die Karabiner kleiner sein, bei großen Hunden sollten die Karabiner schon etwas aushalten und entsprechend massiv sein. 

Material

Beim Material darfst du dich nach belieben austoben und wählen, was dir gefällt!

Es sollte sich gut in deiner Hand anfühlen, für dich griffig und gut festzuhalten sein.

Stoffleinen saugen sich schneller mit Wasser voll als gummierte Leinen und werden dann, je nach Leine, auch leicht rutschig. Gummierte Leinen oder Leinen aus Kunststoff-Gewebe werden bei Regen und Nässe schnell rutschig und lassen sich dann nur noch schwer festhalten.

Lederleinen sind ebenso eine Option. Hier musst du bedenken, dass diese Leinen mehr Pflege benötigen werden als Stoff- oder Kunststoffleinen.

Mein absoluter Favorit sind Leinen aus Bambusfasern! Sie sind relativ leicht, saugen sich zwar mit Wasser voll, werden aber nicht triefnass. Und meine Leine wird dann auch etwas fester und noch griffiger.

Aggressionen bei Hunden in der Pubertät

Halsband & Geschirr

Halsband

Beim Halsband deines Hundes kannst du dich was Farben angeht wieder komplett austoben. Beim Material solltest du darauf achten, wie sich das Fell deines Hundes ggf. mit der Tragezeit verändert. Wenn das Fell unterm Halsband abstumpft, verfilzt oder abbricht solltest du den Sitz des Halsbandes überprüfen und auch prüfen, ob ein andere Material besser geeignet ist.

Hier gilt es dann: Ausprobieren!

Was du auf jeden Fall beachten solltest ist die Breite des Halsbandes. Im Idealfall ist es so breit wie zwei Halswirbel deines Hundes bzw. deckt es zwei Wirbelhöcker ab. Bei einigen Hunden kann man die Höcker auf den Wirbeln gut spüren, bei anderen nicht, da bleibt dann nur das Abschätzen. Es gilt: je größer der Hund, desto breiter sollte das Halsband sein.

Geschirre

Ebenso wie Halsbänder und Leinen gibt es auch Geschirre in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Materialien.

Für das Material gilt hier, wie beim Halsband auch, dass du darauf achten solltest, ob sich das Fell deine Hundes dadurch verändert. Zudem solltest du ein Material wählen, in dem sich dein Hund gerne bewegen mag. Kommt es nach einigem Tragen eine Geschirr dazu, dass dein Hund sich anders oder weniger bewegt, sollte neben der richtigen Passform auch das Material des Geschirrs geprüft werden.

Beim Sitz des Geschirrs ist wichtig, dass es nirgends einschneidet, nicht zu klein ist und die Bewegungsfreiheit der Schulter nicht beeinträchtigt. Dazu habe ich hier ein tolles Youtube-Video, das die Unterschiede im Gangbild zeigt.

Zudem sollte das Geschirr zum Einsatzzweck passen. Möchtest du nur mit deinem Hund spazieren gehen oder soll er darin ‘arbeiten’ und dich zum Beispiel im Zughundesport begleiten?

Aggressionen bei Hunden in der Pubertät

Zu hause

Hundebetten

Schlafgelegenheiten für unsere Hunde gibt es wie Sand am Meer. Auch hier darfst du dich gerne farblich austoben, wie du möchtest.

Was Form, Material und Größe angeht ist es aber wichtig, dass du darauf achtest, was deinem Hund gefällt und wie groß er ist.

Dein Hund sollte sich unbedingt gut darauf ausstrecken können. Die Schlafgelegenheit sollte zudem dick genug sein, dass das Polster nicht komplett zusammen sinkt, sobald dein Hund sich darauf legt. Einige Hunde legen ihren Kopf gerne auf einem Rand ab, andere finden sich in höhlenartigen Schlafgelegenheiten wohl.

Auch ob’s eher flauschiges oder glattes Material sein soll, dürfen unsere Hunde entscheiden. Hier hilft es mal zu beobachten, wo dein Hund gerne liegt: eher auf der Couch, auf der kuscheligen Decke oder doch auf den kühleren Fliesen?

Es kann auch sehr angenehm für deinen Hund sein, wenn er zwei oder mer unterschiedlich hundebetten-/decken zur Auswahl hat und entscheiden kann, ob er wärmer oder kälter liegen möchte.

Hunde Zubehoer  Equipment

Spielzeug

Wichtigste Regel für jegliches Spielzeug: Es sollte weder so klein sein, dass dein Hund es fressen oder verschlucken kann, noch sollten sich Teile einfach abbeißen lassen. Du solltest deinen Hund zudem nicht unbeaufsichtigt mit Spielzeug spielen lassen.

Beim Material gilt: Je fester der Kunststoff, desto schneller kann das Spielzeug splittern, wenn dein Hund mal drauf beißt und er könnte sich dann schnell verletzen.

Aber auch weiches Gummi kann gefährlich werden, wenn dein Hund Stücke davon abkaut und verschluckt.

Bei Stofftieren solltest du darauf achten, ob bzw. wie kräftig dein Hund auf diesen herum kaut. Der Großteil lässt sich schnell von Hundezähnen zerstören und sollte dein Hund den Füllstoff fressen, ist ein Besuch beim Tierärzt*in nahe zu sicher.

Mittlerweile gibt es von GoDog (unbezahlte Markennennung) einige Stofftiere, die mit einem speziellen Gewebe ausgekleidet sind, das hundezähnen sehr gut standhält. Unsere Hunde spielen nur noch mit diesen Stofftieren.

Zerstörungswut in der Pubertät beim Hund

Ich hoffe, ich konnte dir ganz viele Fragen beantworten und dir bei der Auswahl des passenden Equipments helfen!

Nina

>> Pefektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.<<

Antoine de Saint-Exupéry

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