Giftköderschutz für unsere Hunde
Giftköder erkennen
Giftköder können sehr unterschiedlich aussehen. Mit Nägeln oder Rasierklingen gespickte Wurst- oder Frikadellenstückchen, mit Schneckenkorn oder Rattengift versetzte Fleischstückchen oder Hackbällchen sind nur einige Varianten.
Sobald du solche Dinge auf der Wiese oder am Spazierweg findest, solltest du deinen Hund unbedingt anleinen und darauf achten, dass er nichts aufnimmt.
Mach am besten Fotos von der Fundstelle und nimmt den Giftköder in einem Kotbeutel mit, damit kein andere Hund ihn frisst. Du solltest zudem den Giftköderfund bei der Polizei zur Anzeige bringen.
Mittlerweile gibt es auch Apps, die sich speziell an Hundehalter*innen richten und in denen man ebenfalls die Giftköderfunde angeben kann, um andere zu warnen. Ein tolles Beispiel ist Dogorama.
Giftköder gefressen – Und nun?!
Wenn du dir nicht sicher bist, ob Dein Hund etwas von dem Giftköder gefressen hat, melde dich unbedingt bei deinem Tierarzt, was du tun sollst. Vielleicht ist noch etwas von dem Giftköder übrig, dann beschreibe ihn deinem Tierarzt möglichst gut.
Wenn du eventuell nicht mitbekommen hast, dass dein Hund einen Giftköder gefressen hat, können folgende Symptome auf eine Vergiftung hindeuten:
Erbrechen
Übermäßiges Hecheln
Starkes Speicheln, der Speichel ist weiß
Blasse Schleimhäute
Veränderte Pupillen
Teilnahmslosigkeit, Apathie
Blutiger Durchfall
Solltest du diese Symptome bei deinem Hund einige Zeit nach einem Spaziergang bemerken, melde dich sofort bei deinem Tierarzt und besprich, wie du dich verhalten sollst.
Nimm bitte unbedingt Abstand von ‚Hausmittelchen‘ wie Sauerkraut, Kohletabletten, etc. In einigen Fällen können sie mehr Schaden als Nutzen und deinem Tierarzt die Arbeit noch schwerer machen.
Wenn du Interesse an einem Erst Hilfe Kurs für Hunde hast, dann schau doch mal in meinen nach den nächsten Terminen.
Schutz vor Giftködern
Ein Anti-Giftköder-Trainingkann helfen, dass unsere Hunde nicht sofort alles Fressbare wie einen Staubsauger aufsaugen. In der Regel zielt ein solches Training darauf ab, dass unsere Hunde anzeigen lernen, das sie etwas gefunden haben. Je nach Hund kann das wunderbar funktionieren.
Aber es gibt, aus meiner Sicht, leider kein Training, dass einen 100%igen Schutz vor Giftködern bieten kann. Wir dürfen nicht vergessen, dass Hunde eben auch nur Tiere sind und keine Maschinen. Es kann immer mal passieren, dass er sein Training ‚vergisst‘, wenn der Köder doch zu vielversprechend riecht oder etwas anderes ihn ablenkt.
Einzig ein gut sitzender Maulkorb mit Fressschutz kann die Giftköderaufnahme verhindern. Damit dein Hund diesen ohne Probleme trägt ist ein gutes Maulkorbtraining wichtig.
Falls mit deinem Hund ein richtig gutes Maulkorb-Training machen möchtest, schau doch mal hier
Zum Anti-Giftköder-Kurs
>> Ein wenig Hilfe möchte das Glück schon haben. <<
unbekannt
Das könnte dich auch interessieren:
Adventszeit mit Hund
Endlich ist es soweit: Der 1. Advent steht vor der Tür. Die Adventszeit ist für viele Menschen, mich eingeschlossen eine der schönsten Zeiten des Jahres. Kerzenschein, der Duft von...
Winterzeit ist Pfoten-Pflegezeit
Wenn es draußen kälter wird, man sich nach einer Runde im Regen oder Schnee auf die Couch und einen heißen Kakao freut und der Trubel der Weihnachtsvorbereitungen langsam Einzug hält, ...