Akkordeon-Einstellungen

Fitnesstraining mit Hund: Das solltest du für einen perfekten Start unbedingt wissen

von | Jan. 10, 2026 | Zughundesport & Sport mit Hund

Lesedauer: 6 Minuten

Das neue Jahr ist gestartet und die sportlichen Vorsätze gefasst. Jetzt heißt es : Ran an die Umsetzung!

Wie das auch wunderbar mit deinem Hund zusammen klappt, erfährst du in diesem Blogartikel.

Das eigene Fitnesstraining mit einer tollen Zeit mit dem eigenen Hund zu verbinden steigert nicht nur die Motivation. Der gemeinsame Alltag wird entspannter: Der Hund wird aus- und das schlechte Gewissen entlastet. Ihr werdet als Team fitter und wachst noch besser zusammen. Bereit die großen und kleinen Abenteuer des Alltags zu meistern.

Damit der Start ins Fitnesstraining mit deinem Hund gelingt und ihr viel Spaß daran habt, erfährst du hier die wichtigsten Dinge, zum Trainingsstart beachten solltest.

Fitnesstraining mit Hund Elmshorn und Itzehoe

Fitness mit Hund: Kann das jeder Hund und Mensch machen?

Für deinen Hund gilt:

  • Er sollte sich gerne bewegen und gerne laufen, damit es ihm auch wirklich Spaß macht.
  • Er sollte mindestens 12 Monate alt sein, damit die Knochen, Gelenke und Co. auch bereit sind für die Belastungen durch den Sport.
  • Es gab vorab einen Tierarztcheck: Lass deine Tierarztpraxis dabei auch nochmal ein besonderes Augenmerk auf den Bewegungsapparat legen. Oder du holst dir zusätzlich Feedback in einer Hundephysio-Praxis.
  • Dein Hund gehört keiner brachyzephalen Rasse (u.a. Mops, Franz. Bulldogge, Engl. Bulldogge, Shi-Tzu, Pekingnese, Shar-Pei, Boston Terrier, Boxer, etc. ) an. Leider haben alle brachyzephalen Rassen mit dem brachyzephalen Syndrom zu kämpfen. Dieses Syndrom zieht u.a. eine Belastungsintoleranz, Probleme mit der Wirbelsäule, permanente Atemnot und schnelle Überhitzungen nach sich. Auch bei Hunden dieser Rassen, die „ein bisschen mehr Nase“ haben und nicht permanent schnaufen, sind die Probleme leider trotzdem vorhanden. Aus diesem Grund ist das Fitnesstraining mit Hund, aus meiner Sicht, für plattnasige Hunde ungeeignet.

Für dich als Mensch ist die Liste ein bisschen kürzer:

  • Du hast Spaß an Bewegung
  • Du bist gesund und hast keine Erkrankungen, bei denen dein*e Ärzt*in dir von Sport abgeraten hat.

Kleiner Tipp: Solltest du über 35 Jahre alt sein und mehrere Jahre keinen Sport mehr gemacht haben, lass in deiner Hausarztpraxis einen Sport-Check-Up machen. So kannst du sicher gehen, dass du wirklich gesund bist und entspannt ins Fitnesstraining mit deinem Hund starten.

Die passende Ausrüstung für das Fitnesstraining mit Hund

Bevor du mit dem Training starten kannst ist die richtige Ausrüstung für dich und deinen Hund wichtig. Um zu verhindern, dass dein Hund sich selbst oder dich beim Training verletzt sind die folgenden drei Dinge unverzichtbar.

Für dich: Der Laufgürtel

Es gibt Canicross-Laufgurt in unterschiedlichen Varianten: Mit oder ohne Beinschlaufen, einige haben nur einen breiten Zuggurt und sitzen etwas höher am Po. Andere sind so konzipiert, dass ein Gurt den Gürtel an Ort und Stelle hält und einen weiteren, an dem der Hund zieht.

Die Aufgabe des Gürtels: Den Zug, den dein Hund auf dich ausübt, auf deinen Hüftbereich verteilen, damit ihr beide schön schnell durch den Wald laufen könnt und Du dich dabei nicht verletzt.

Aus Erfahrung kann ich nur die letztere Zuggurt-Variante wirklich empfehlen, da sich hier der Druckpunkt richtig positionieren lässt, sodass deine Wirbelsäule optimal geschützt ist. Sitzt der Gurt zu hoch und dein Hund zieht im Lauf ordentlich nach vorn wird deine Wirbelsäule stark belastet. Springt dein Hund in die Leine, dann kann es sogar zu akuten Verletzungen deiner Wirbelsäule kommen, wenn der Zuggürtel in den Bereich deiner Lendenwirbelsäule rutscht. Das sollte unbedingt vermieden werden.

Sitz der Gürtel zu weit unten oder rutsch ohne Zug nach unten kannst du dich darin verheddern und stolpern. Das sollte natürlich auch nicht passieren.

Für deinen Hund: Das Zuggeschirr

Während der Zuggürtel deine Wirbelsäule schützt, schützt das Zuggeschirr bei deinem Hund seine Luft- und Speiseröhre, sowie die Blutgefäße und Nerven im Halsbereich. Ein gutes Zuggeschirr sitzt so, dass dein Hund beim Ziehen keine Probleme hat Luft zu bekommen und der Halsbereich nicht abgeschnürt wird. Der Druck wird, durch die spezielle Form der Geschirre, über den Brustbereich nach hinten abgeleitet.

Auch Zuggeschirre gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Die gängigsten sind X-Back-Geschirre, wie man sie von den traditionellen Schlittenhunden kennt; H-Back-Geschirre, die dem X-Back sehr ähnlichsehen, aber eher für Hunde mit einem quadratischem Brustkorb/ Körperbau geeignet sind und Kurzgeschirre, die häufig bei kleinen Hunden verwendet werden.

Zusätzlich zum Zuggeschirr ist auch ein Halsband am Hund immer gut, um ihn in Gefahrensituationen nah bei sich halten zu können.

Eure Verbindung: Die Jöringleine

Die Jöringleine ist das Bindeglied zwischen deinem Zuggürtel und dem Zuggeschirr deines Hundes. Es ist eine Leine mit einem eingebauten Ruckdämpfer, meist so um die 2m lang. Es gibt sie, wie die normalen Führleinen auch, in unzähligen Farben und Varianten.

Je nach Hersteller gibt es Unterschiede in der Stärke der Ruckdämpfer und im Material. Einige bieten unterschiedliche Varianten je nach Gewicht des Hundes an, andere nicht. Es gibt auch Jöringleinen, mit denen man mit 2 oder 3 Hunden gleichzeitig laufen kann.

Jetzt kann es losgehen: Der Start ins Fitnesstraining mit deinem Hund

Gut vorbereitet und mit dem passenden Equipment für euch beide ausgestattet, könnt ihr endlich loslegen!

Achte beim Start ins Fitnesstraining mit deinem Hund darauf, dass du weder dich noch deinen Hund überlastest. Starte mit kürzeren Strecken und eher wenigen Trainingsübungen für euch beide. Nach und nach kannst du das Training dann für euch beide steigern: Längere Strecken laufen, mehr unterschiedliche Übungen nutzen oder mehr Wiederholungen der Übungen zu machen.

HIER (klick) habe ich mal ein Beispiel-Training für dich und deinen Hund zusammengestellt.

Das Fitnesstraining mit Hund macht am meisten Spaß, wenn man mit einer kleinen Gruppe unterwegs ist und sich gemeinsam motivieren kann, auch wenn’s draußen mal ungemütlich ist.

Schau gerne auf unserer Website nach dem nächsten Starter-Kurs und lass uns gemeinsam loslegen!

Das könnte dich auch interessieren:

>> EIn Zuhause ohne Hund ist nur ein Haus.<<

up to date