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Sport für den Hund – Braucht mein Hund das wirklich?

von | Feb. 21, 2026 | Zughundesport & Sport mit Hund

Lesedauer: 5 Minuten

Von A wie Agility bis Z wie Zughundesport – das Angebot im Bereich des Hundesports ist vielfältig und es scheint immer mehr zu werden. Doch brauchen Hunde wirklich Sport? Und was, wenn mein Hund eine Couch-Potato durch und durch ist?

Diesen und einigen anderen Fragen gehen ich in diesem Blogartikel auf den Grund.

Brauchen Hunde wirklich Sport?

Wir wissen: Hunde sind Lauftiere und bewegen sich gerne. -Und natürlich bemühen wir uns alle unseren Hunden ausreichend Abwechslung und unterschiedlichste Gassi-Runden mit Freilauf und Hundekontakt zu gönnen. Da kommt schnell der Gedanken auf, dass das doch genug Bewegung sein sollte, sie sind ja schließlich viel in Bewegung.

Bei genauerem Hinsehen, sieht die Realität dann häufig doch etwas anders aus: morgens und abends gibt’s eine Runde von bummelig 30 – 45 Minuten und dazu noch eine große Runde von 1 ½ Stunden um die Mittagszeit rum. Das Gelände ist mit ebenen Gehwegen und festen Waldwegen meist eher wenig anspruchsvoll. Ein oder zwei Mal die Woche geht’s dann noch in die Hundeschule, Grundgehorsam will schließlich auch gelernt sein.

Und ansonsten? Da liegt der Hund entspannt in der Gegend rum, döst und schläft vor sich hin. Geht die Kühlschranktür auf, wird auch mal fix aufgesprungen und in die Küche gerannt, es könnte ja schließlich ein Stück Käse vom Himmel fallen.

Aber er sieht ja fit aus und hat keine Probleme – da sollte das doch reichen, oder? Und so wahnsinnig viel Zeit für noch ein zusätzliches Training ist auch nicht so wirklich da…

Nun ja, Hunde verfügen grundsätzlich über eine größere Ausdauer als wir und können lange Strecken laufen, ohne viel dafür trainieren zu müssen. Vorausgesetzt natürlich, sie sind gesund. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie im Alltag nicht von einem gezielten Fitnesstraining profitieren würden.

Agility ist nicht alles – Fitnesstraining für Hunde ist Abwechslung pur

Viele denken bei Sport mit oder für den Hund an Agility oder Zughundesport, bei dem Hunde viel und schnell rennen. Häufig kommen da Bedenken auf, dass man sich so einen kleinen Bewegungs-Nimmersatt heranzieht und alsbald Stundenlang durch die Gegend laufen oder den halben Tag auf dem Agilityplatz verbringen muss. Das kann passieren, ist jedoch alles abhängig davon, wie man das Training aufbaut.
Und natürlich kann man das tun, wenn man als Hundehalter*in selbst auch Spaß daran hat. Und einen Hund, der genau so viel Lust darauf hat. Aber man muss es nicht.
Training mit dem Ziel die Ausdauer und Schnelligkeit von Hunden zu steigern ist nur ein kleiner Teil der Sportmöglichkeiten für Hunde.

Koordination, Balance und gezieltes Muskeltraining sind weitere Bereiche, in denen du deinen Hund sportlich Auslasten kannst. Und das nicht nur körperlich. Auch mental wir dein Hund ganz schön gefordert, wenn er Bewegungen gezielt und langsam ausführen soll. Und eine Vielzahl dieser Übungen ist auch einfach in den Alltag einzubauen.
Beispiel gefällig?

Such dir und deinem Hund einen Baumstamm, der fest auf dem Boden liegt und dessen Rinde nicht zu rutschig ist. Und dann lässt du deinen Hund langsam auf den Baumstamm aufsteigen und ihn dann der Länge nach entlang gehen. Unterstützen kannst du deinen Hund, indem du ihn leicht am Geschirr führst oder ihn mit beiden Händen links und rechts in Höhe des Brustkorbs führst. So trainiert dein Hund seine Balance und Koordination.

Eine weitere Übung: Lass deinen Hund immer wieder ganz langsam quer über einen dünnen, liegenden Baumstamm, steigen. Achte darauf, dass er möglichst alle Pfoten einzeln über den Stamm setzt. Das trainiert seine Koordination und sein Körpergefühl.

Fitnesstraining mit Hund - Ein Trainingseinblick

Fitnesstraining im Alltag – Die Vorteile

Gezieltes Fitnesstraining für deinen Hund im Alltag schützt nicht nur vor Übergewicht und sorgt für ausreichend mentale und körperliche Auslastung.
Es hilft auch sein Körpergefühl, die Koordination und Balance sowie die Muskelkraft zu stärken. Je älter dein Hund wird, desto mehr hilft es ihm, wenn diese Bereich von klein auf an gut trainiert worden sind. Denn ähnlich wie bei uns, baut auch ein Hund im Alter Muskeln ab und die Koordination wird schwieriger. Das Training hilft langfristig deinen Hund noch besser vor Verletzungen zu schützen, die schnell durch ungeschickte Bewegungen oder fehlenden Koordination passieren können.

Ein weiterer Vorteil, des Fitnesstrainings für Hunde ist, wie ich finde, dass es sich sehr einfach in den Alltag einbauen lässt und nicht viel zusätzliche Zeit benötigt. Es gibt viele Möglichkeiten alltägliche Gegenstände zu nutzen, an denen man auf den Runden eh vorbeikommt. Oder die Zuhause vorhanden sind.
Das Training ist ebenfalls sehr flexibel. Man kann täglich kleine, kurze Einheiten machen oder an mehreren Tagen pro Woche etwas längere Trainingseinheiten einschieben. Ganz wie du und dein Hund es am besten in euren Alltag einplanen könnt.

Fitnesstraining im Alltag – Die Nachteile

Hat man einmal mit dem Fitnesstraining für Hunde angefangen, gibt es eigentlich keine Ausreden mehr, es nicht zu machen. „Mein Hund ist eine Couch-Potato“ hat leider ausgedient, denn die Übungen lassen sich so einfach in den Alltag und die Runden einbauen, dass deine Couch-Potato es noch nicht einmal bemerken wird.
Und auch die Ausrede „Ich habe da keine Zeit für“ zählt nicht mehr. Es reichen schon 5 Minuten am Tag. Wirklich.
Die Trainingsübungen sind zudem für dich und deinen Hund auch schnell einsetzbar. Du benötigst kein langes Üben mit deinem Hund, bis die Bewegungsabläufe sitzen.

Mehr Infos zum Fitnesstraining mit Welpen und Senioren gibt es in unseren kommenden Blogartikeln.

Und wenn du jetzt Lust hast, einen tieferen Einblick in unser Fitnesstraining für Hunde zu bekommen, dann ist unser Newsletter zum Thema Sport mit Hund genau das Richtige für dich. Dort gibt es regelmäßig Tipps und Tricks zum Training. Und zusätzlich bekommst du als Willkommensgeschenk eine kleine Anleitung zum Start ins Fitnesstraining für deinen Hund.

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