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Dein Hund in der Pubertät: Durch Rituale Sicherheit und Leitplanken vorgeben

von | Mai 15, 2022 | Hund, Training

Lesedauer: 5 Minuten

Wenn die Pubertät in den Startlöchern steht – die ersten Welpenzähne fallen aus, der kleine Mann versucht sich im Beinchen heben – werden Rituale, konsequente Führung und geregelte Abläufe immer wichtiger.

Sie geben deinem Hund Sicherheit und Leitplanken vor, die ihm zeigen, in welchem Rahmen er sich ‚bewegen darf‘. Was erlaubt ist und was nicht.

Dabei helfen Sie nicht nur ihm durch den Alltag, sondern auch dir.

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Die Welpenzähnchen fallen aus, es wird versucht das Beinchen zu heben. Plötzlich wird uns nicht mehr treu hinterher gelaufen, sondern fröhlich die Umwelt erkundet. Ob wir dabei nun 5m oder 25m entfernt sind spielt plötzlich keine große Rolle mehr.

Das sind die ersten sicheren Anzeichen, dass dein Hund in die Pubertät kommt.  Plötzlich wird die Umwelt viel spannender als Herrchen oder Frauchen. Und im Laufe der Zeit möchte sich dein Hund auch mal ausprobieren:

Was darf ich wirklich nicht? Wie weit kann ich die Grenzen dehnen? Kann ich mich wirklich auf meinen Zweibeiner verlassen?

Das sind wohl einige der Fragen, die unseren Pubertieren, könnten sie denke wie wir, wohl durch den Kopf gehen würde.

In dieser Zeit sind einige Dinge von dir gefragt: Geduld, klare Kommunikation, Rituale und dem hund Sicherheit geben.

Wenn die Pubertät Chaos in den Alltag bringt: Rituale helfen entspannt zu bleiben

Routinen und Rituale schleichen sich gerne ein

Routinen und Rituale spielen sich mit der Zeit, manchmal ganz unbemerkt, in den Alltag ein. Machen ihn häufig einfacher. Deinem Hund geben sie eine Struktur und Vorhersagbarkeit, was als nächstes passieren wird.

Nehmen wir als Beispiel mal das Anleinen zur Gassi-Runde. Wenn es dort immer den gleichen Ablauf gibt, also, z.B.

 Erst ziehst du Schuhe und Jacke an

 Dann nimmst du Geschirr und Halsband vom Garderobenhaken

 Rufst deinen Hund zu dir

 Lässt ihn vor dir sitzen

 Ziehst ihm erst das Geschirr an

 Dann folgt das Halsband

 Danach nimmst du die Leine vom Haken

 Klickst Sie am Geschirr ein

 Öffnest die Haustür

 Gibst deinem Hund das Auflösesignal

 Und ihr geht zusammen entspannt zur Haustür raus

Dieser immer gleiche Ablauf gibt deinem Hund Sicherheit. Er weiß was in welcher Reihenfolge passieren wird. Und dir gibt er Sicherheit, weil du nichts vergessen kannst. Das hilft euch beiden entspannter durch den Alltag zu kommen.

Sicherheit und klare Leitplanken sind wichtig

Solche Rituale und Routinen geben uns und unseren Hunden einen Rahmen, in dem er sich sicher fühlen kann. Er weiß was kommt. Gerade in der Pubertät sind diese Rituale wichtig.

Gelernte, verinnerlichte Routinen helfen dir und deinem Hund Abläufe einzuhalten, auch wenn das ‚drumherum‘ unruhig wird und sich verändert. Routinen helfen dir und deinem Hund wie ein roter Faden durch eigentlich bekannte Situationen.

Wichtig dabei ist, dass du deine gute Laune nicht verlierst, wenn das kleine Pubertier z.B. plötzlich nicht mehr direkt kommt, um sich mit Geschirr und Halsband ausrüsten zu lassen. Bleib beim routinierten Ablauf und dein Pubertier wird schnell merken, dass sich an dieser Routine nichts ändern wird. Dann kehrt, zumindest in diesen Situationen, schnell wieder Ruhe und der gewohnte Ablauf zurück.

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Ernst Wilhelm Heine

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